Der Ursprung für die freundschaftlichen Beziehungen mit dem holländischen Fußballverein Sarto Tilburg war ein eher tragisches Ereignis. Im Januar 1944, beinahe am Ende des unglückseligen zweiten Weltkrieges wurden 30 Holländer, überwiegend aus dem Raum Tilburg, zwangsweise nach Derschlag dienstverpflichtet. Unter ihnen befanden sich auch Willi Beekes, Martin van Baest und Bob Mommers.

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Nach dem Ende des Krieges kehrten alle nach Tiburg zurück, außer Willi Beekes, der blieb der Liebe wegen. Martin van Baest spielte damals bei der Sarto Fußball.

 

Ende August 1952 erreichte Willi Beekes ein Brief aus Tilburg von Martin van Baest. Dieser fragte an, ob Sarto Pfingsten 1953 in Derschlag ein Freundschaftspiel austragen könnte. Die Mannschaftskasse war schon angespart.

 

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Tatsächlich fand dann am Pfingstsamstag, dem 24. Mai 1953, das erste Freundschaftsspiel zwischen dem TuS und Sarto statt. Gespielt wurde auf Schotter. Das Spiel endete 4:1 für Sarto. Es war das erste Fußballspiel zwischen einem deutschen und niederländischen Verein nach dem zweiten Weltkrieg. Sarto Tilburg spielte damals in der zweiten holländischen Amateurliga und Derschlag in der Landesliga.

 

 

Die Derschlager Sportfreunde der ersten Stunde waren der damalige „Sponsor“ Waldemar Krieger und der Mannschaftsbetreuer Heinz Nelles. Später waren Heinz Schulz, Josef Keller und Hans Kessler maßgeblich an der weiteren freundschaftlichen Entwicklung beteiligt.

 

In den ersten Jahren fanden über Ostern Freundschaftsspiele in Tilburg und zu Pfingsten in Derschlag statt. Die Unterkunft für die Gastmannschaft erfolgte zunächst privat, in den späteren Jahren dann in Hotels.

 

Auch Jugendmannschaften waren immer wieder zu Freundschaftsspielen in Tilburg gern gesehen.

 

Wenn es auch in 60 Jahren der Freundschaft mal zu einer Unterbrechung der Beziehung kam, so wurde doch anschließend wieder ein Freundschaftsspiel ausgetragen. Durch die häufigen Besuche wurden auch

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private Bande geknüpft. Öfters sieht man in Derschlag holländische Fahrzeuge aus Tilburg, die private Besuche tätigen.

 

Mitte der 80er Jahre hatten einige leitende Angestellte (einschließlich Martin Bleijleven, Jos Fouchier, Jan van Rijzewijk und Piet van Meel) von Sarto die Idee, auch im Januar, ihre deutschen Freunde zu besuchen. Eine neue Tradition war geboren. Seit dieser Zeit ist immer das erste Wochen-ende im Januar das Zeichen für einen Blitzbesuch in Derschlag. In den letzten Jahren nimmt Sarto auch beim Budenzauber der Betriebs-mannschaften teil. Nicht ohne Erfolg, schafften sie doch Anfang des Jahres, das Hallenturnier zu gewinnen.

 

Die Atmosphäre rund um die Vereine ist seit der Gründung der Freund-schaft, schon immer sehr gut. Bei den Besuchen von Sarto  in Derschlag sind um das sportliche Element weitere mehrere andere Aktivitäten organisiert. Kegeln, Wandern, Grillen, Weinproben, ganz zu Schweigen von Steffen Fastenrodts legendärer Skihütte.

 

Trotz mehrerer Änderungen in beiden Vorständen ist das Band der Freundschaft immer vorhanden geblieben. Wir hoffen, dass diese Freundschaft noch in vielen Jahren fortgesetzt wird und dass die neue

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Freiwillige Helfer von Sarto

 

Generation die Leitung in Zukunft übernehmen wird. Das sollte sicherlich gelingen, da immer mehr jüngere Fußballer des RKSV Sarto Deutschland besuchen wollen. Dies ist eine Entwicklung, auf die wir sehr stolz sind.

 

Das 40-jährige Jubiläum wurde am 12. Juni 1993 in Derschlag gefeiert. Die Feier fand in unserem Vereinlokal Eckenhagener Hof statt.

 

Das 50-jährige Jubiläum fand vom 17.-18. Mai 2003 in Tilburg statt. Gleichzeitig feierten unsere Freunde aus Tilburg ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum.

 

In diesem Jahr findet unsere 60-jährige Freundschaft am 22. Juni 2013 wieder in Derschlag statt. Grund genug, dieses Ereignis gebührend zu feiern.

 

 

Tilburg

 

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Tilburg ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Nordbrabant. Die Gemeinde umfasst die Stadt Tilburg und die Dörfer Udenhout und Berkel-Enschot. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 118 km². Die Einwohnerzahl des schnell wachsenden Orts lag am 1. Januar 2013 bei 208.470. Am 25. Januar 2006 wurde eine 18-jährige Studentin als 200.000. Einwohnerin der Stadt gefeiert.

 

 

 

Lage, Wirtschaft und Kultur

 

Tilburg liegt in der Mitte der Provinz, zwischen Breda im Westen und ’s-Hertogenbosch und Eindhoven im Osten. Von diesen Städten führen Auto- und Eisenbahnen sowie Kanäle für die Binnenschifffahrt nach Tilburg.

Tilburg hat eine vielseitige Industrie, unter anderem Chemie, Foto- und Bürobedarf (Fuji), Druckereien und einen großen Schlachthof. Im Dienst-leistungsbereich sind der Hauptsitz einer Bank und zweier großer Ver-sicherungsgesellschaften (Interpolis, CZ Groep) zu nennen. Dazu gibt es noch viele kleinere Unternehmen aller Art.

Tilburg hat eine Universität, eine wichtige Musik- und mehrere andere Fachhochschulen.

 

Geschichte

 

Tilburg entstand spätestens im 11. Jahrhundert aus etwa acht kleinen Dörfern, im Brabanter Dialekt  „herdgangen“ genannt. Die alten Dorfkerne sind noch in den Namen von Stadtvierteln wiederzuerkennen, wie de Heuvel, ‘t Heike, Korvel, Veldhoven, Broekhoven, Oerle, Hasselt und ‘t Goirke. Erst 1809 erhielt Tilburg durch königlichen Beschluss Stadtrechte.

Um 1600 fing man an, die Wolle der vielen Schafe in der weiten Umgebung zentral in Manufakturen, nach 1850 in Fabriken zu verarbeiten. Im frühen 20. Jahrhundert gab es in Tilburg zahlreiche Wolle- und Textilfabriken, neben Enschede und Hengelo war die Stadt einer der bedeutendsten Standorte in den Niederlanden. Für den Produktionsvorgang in der Textilindustrie wurde von etwa 1600 bis 1840 menschlicher Urin benötigt. Die Tilburger Arbeiter mussten den Harn dazu in Tonkrügen aufbewahren und mit zur Arbeit nehmen. Das brachte den Tilburgern den Spottnamen „Kruikenzeikers“ (Krugpisser) ein.

Der niederländische König Wilhelm II. schätzte Tilburg sehr. Er machte es sogar vorübergehend zur Residenz, indem er 1847 hier einen Palast erbauen ließ. Das weiße Gebäude ist heute Teil des Rathauskomplexes.

Im 20. Jahrhundert ersetzten andere Industriebetriebe die Zigarren- und Textilindustrie. In den 1980er Jahren überstieg die Arbeitslosigkeit sogar 20 %. Der Strukturwandel führte dann aber zum jetzt immer noch dauernden Wachstum der Stadt. Dies ging einher mit einer Veränderung in der Stadtverwaltung, als „Tilburger Modell“ in Fachkreisen bekannt: eine Verwaltung wie einen Betrieb führen.

Seit 1993 hat Tilburg drei Hochhäuser entlang der Bahnlinie westlich und östlich des Hauptbahnhofes, die im niederländischen Maßstab als Wolkenkratzer angesehen werden: zum einen die Hauptverwaltung der Versicherung Interpolis und der „Westpoint“-Wohnturm (143 m hoch, kurzzeitig war er das höchste Hochhaus der Niederlande), zum anderen ergänzte 2006 der Wohnturm „De Stadsheer“ das Stadtbild.

Seit den 1960er Jahren profilierte sich die Stadt als „Herz von Brabant“. Mit den Reformen in der Verwaltung änderte sich der Slogan zu „Tilburg, moderne Industriestadt“. Inzwischen besteht der Slogan schlicht aus einem unifarbenen Quadrat mit einem weißen „T“ in der Mitte.

 

 

Sehenswürdigkeiten

 

  • Niederländisches Textilmuseum      (Nederlands Textielmuseum) mit vielen erhaltenen Maschinen, ein Ankerpunkt      der Europäischen Route der      Industriekultur (ERIH)
  • Museum für Schreibwaren,      Schreibmaschinen und Büroeinrichtung Scryption
  • De Pont Museum voor Hedendaagse      Kunst
  • Safaripark Beekse Bergen,      wenige südöstlich in der Nachbargemeinde Hilvarenbeek
  • Freizeitpark De Efteling      nördlich der Stadt
  • 013, benannt nach      der Telefonvorwahl von Tilburg, ein in den ganzen Niederlanden bekanntes      Zentrum für Musik. Viele bekannte Bands und Artisten treten hier gerne      auf.
  • Zisterzienserabtei Unsere Liebe      Frau von Koningshoeven
  • Jedes Jahr im Juli findet in      Tilburg etwa zehn Tage lang die größte Kirmes      der Niederlande statt.
  • Im September finden im      Stadtzentrum die Tilburg Ten Miles statt, ein Straßenlauf mit      internationaler Beteiligung über zehn englische Meilen.

 

 

RKSV Sarto Tilburg

 

Gegründet: 1928
Anzahl Sportplätze: 4 Rasenplätze, 1 Kunstrasenplatz
Anzahl Mitglieder: 734 Jugendliche, 316 Senioren, 278 Trainer, Betreuer u. Passive
Gesamt Mitglieder: 1.328
Anzahl Mannschaften: 16 Senioren, 1 Damen
Gesamt Senioren: 17
Jugendmannschaften:  4  A – Jugend, 5 B – Jugend, 9 C – Jugend, 9 D – Jugend, 13 E – Jugend, 15 F – Jugend, 1 A – Juniorinnen, 1 C – Juniorinnen
Gesamt Jugend: 57

 

Freundschaften bleiben bestehen…..

 

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Freunde, die leider viel zu früh gegangen sind….

 

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…weitere Bilder in der Übersicht…