2015_03_05_schlacht_am_epelberg_001

 

Der Winter war lang, kalt und dunkel. Die letzten Tage im Februar waren vereinzelt milde und wir konnten eine oder zwei Trainingseinheiten auf dem Kunstrasen absolvieren. Die Wintertage waren anscheinend vorbei. Endlich wieder raus auf dem Platz und mit dem Ball rennen, rennen und wieder rennen. So verhielten sich unsere Jungs der E-Jugend. Nämlich alle waren außer sich vor Freude. Endlich aus der Halle raus.

 

Die Freude wehrte nicht lange. Am Montag, dem 23.02.2015, kam der Winter erneut zurück. Mit ihm auch viel Schnee. Eigentlich war für den Montag ein Training auf dem Platz angesetzt worden. Nur, mit soviel Schnee hatte keiner gerechnet. Was tun?

 

 

Da wir sehr flexibel waren kam dem Trainergespann eine, wie es sich später herausstellte, Riesen-Idee. Schnell wurden über WhatsApp die Eltern informiert.
Das Training sollte stattfinden. Lediglich sollten die Jungs in kompletter Wintermontur auf dem Platz erscheinen.

 

Pünktlich erschienen gegen 16:00 Uhr die ersten Jungs. Wir sind uns sicher, dieser Tag wird in die annalen Geschichtsbücher des Vereines eingehen, und zwar als die

„Große Schlacht vom Epelberg“

 

Die ersten Kinder wälzten sich im Schnee. Von Minute zu Minute erschienen weitere Kinder. Der spaßige Tag begann.
Als erstes wurde ein Schneemann auf der Laufbahn gebaut.  Der Schneemann bekam einen Körper, bestehend aus zwei großen (reisengroßen) Schneekugeln. Eine etwas kleinere Schneekugel wurde auf die beiden anderen Kugeln gestellt. Nun, war der Kopf fast fertig. Die restlichen Schönheitsreparaturen wurden von den Jungs gemeinsam gefertigt. Da stand der große Schneemann. Er erhielt den Namen Borussi.
Wie Kinder halt so sind, bekam der Schneemann auch ein Geschlecht. Anscheinend konnten sich die Jungs nicht einigen. Nach Fertigstellung haben wir dann das Resultat gesehen (Fotos).

 

Nachdem der Borussi fertig gestellt wurde, begaben wir uns alle auf dem Platz. Zwei Gruppen wurden aufgeteilt. Jede Gruppe hatte die Aufgabe eine Festung zu bauen. Eifrig machten sich die Jungs, sogar die Trainer, an die Arbeit. Noch bevor die Arbeit beendet werden konnte, schmiegte die Gruppe der Trainer einen Angriffsplan.
Noch bevor der Plan richtig besprochen werden konnte, brüllte einer der Trainer zu Angriff über. Schreiend griff die Trainergruppe die etwas 30 Meter entfernte Festung der gegnerischen Gruppe. Es wehrte nicht lange und die ersten Geschosse in Form von Schneebällen flogen der Trainergruppe entgegen. Einige harte Treffer konnten verzeichnet werden. Natürlich wurde das Feuer erwidert. Ein harter Treffer veranlasste einen der Trainer den Rückzug einzuleiten.
Außer Atem wurde schließlich zum Rückzug gebrühlt. Die Kinder waren in ihrem Element, so dass der Rückzug übertönnt wurde. Letztendlich folgte nach mehreren Brühlattacken der Rückzuck. Mit einigen Blessuren wurde die heimische Burg aufgesucht. Es verblieb kaum Zeit, um die Wunden zu pflegen, denn es folgte der Gegenangriff der gegnerischen Gruppe.
Ziel war es hier, die gegnerische Flagge (Eckfahne) zu erobern.

 

Minutenlang wurde dieses Spektakel von den anwesenden Eltern beobachtet. Minutenlang wurde angegriffen. Es war eine große Schlacht. Es war die „Große Schlacht vom Epelberg“.

 

Es war ein schöner und lustiger Tag. Für manch einen auch etwas schmerzhaft. Trotzdem, die Förderung der Gemeinschaft stand hier natürlich im Vordergrund.

 

Das Schöne war: „ Auch die Trainer konnten endlich mal wieder KIND sein!“, und konnten später als Sieger bejubelt werden.